Wasserempfindliche Oberflächen in der Klassischen Moderne: Reinigung mit wasserbasierten Gelen
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Titel
Wasserempfindliche Oberflächen in der Klassischen Moderne: Reinigung mit wasserbasierten Gelen
Beschreibung (de)
Im Rahmen einer Projektarbeit im Masterstudiengang untersuchte und bearbeitete Aneka Nowack das Gemälde „Ornamentale Komposition“ von Wilhelm Morgner aus dem Jahr 1912 an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München. Das Gemälde wurde jüngst für die Sammlung angekauft und soll für die Dauerausstellung vorbereitet werden.
Durch ungünstige Lagerbedingungen vor und während des zweiten Weltkriegs ging etwa ein Sechstel der ursprünglichen Malerei verloren und der textile Bildträger wurde beschädigt. In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde es daher überarbeitet: Risse im Gewebe wurden durch ein rückseitig aufgeklebtes Gewebe (Doublierung) stabilisiert, und beschädigte Stellen in der Malerei wurden großflächig übermalt. Abschließend erhielt das Bild einen glänzenden Firnis, auf dem sich im Laufe der Jahre ein gelb-grauer Schmutzfilm abgesetzt hat.
Aneka Nowack führte umfangreiche Testreihen durch, um einen Weg zu finden, der gezielt nur diese Schmutzschicht entfernt, ohne die darunterliegende, teilweise wasserempfindliche Malerei zu beeinträchtigen. Am besten eignete sich ein in der Konservierung-Restaurierung relativ neues, wasserbasiertes Gel (Hydrogel) aus drei natürlichen Verdickungsmitteln (Xanthan, Konjac Glucomannan und Agar Agar). Das selbst hergestellte Gel ist transparent und elastisch, wodurch es sich sehr gut an die verschiedenen Oberflächenstrukturen des Gemäldes anpasst. Durch die besondere Konsistenz und die individuell angepasste Einwirkdauer des aufgelegten Gels konnten auch die stärker wasserempfindlichen Farbbereiche gereinigt werden.
Im Video ist zu sehen, wie es im weißen Farbbereich nach kurzer Einwirkzeit den grauen Schmutzanteil löst und gelbliche Partikel in seine Struktur aufnimmt. Das Gel kann dann vorsichtig entfernt werden. Die verbliebenen grauen Rückstände werden anschließend mit einem nebelfeuchten PU-Schwamm entfernt.
Die Projektarbeit wurde durch den Förderverein Lenbachhaus e.V. unterstützt und von den Restaurator*innen des Lenbachhauses Isabel Gebhardt, Franziska Motz, Isa Päffgen und Daniel Oggenfuss sowie von Prof. Dr. Wibke Neugebauer betreut.
"Zweitausend Prozent GEILER – Über kreative Arbeit und Familie" setzt sich mit dem Thema Mutterschaft auseinander. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf arbeitenden Müttern in der Kreativbranche. Mutterschaft ist in Arbeitskontexten oftmals mit negativen Vorurteilen behaftet, denen sich dieses Buch stellt, indem es die guten Aspekte von Mutterschaft und ihren Wert für Arbeitswelt und Gesellschaft thematisiert. In Interviews kommen 14 Mütter und ein Vater zu Wort, die ihre Erfahrungen und Perspektiven teilen. Umrahmt werden die Interviewaussagen von Illustrationen und einem Essay der Designjournalistin Zosia Swidlicka aus London. In einem Glossar können die herausgearbeiteten Aspekte nachgeschlagen werden.
Beschreibung (en)
“Zweitausend Prozent GEILER - Über kreative Arbeit und Familie” deals with the topic of motherhood. The focus here is primarily on working mothers in the creative industry. Motherhood is often associated with negative prejudices in work contexts, which this book confronts by addressing the good aspects of motherhood and its value for the world of work and society. In interviews, 14 mothers and one father share their experiences and perspectives. The interview statements are framed by illustrations and an essay by design journalist Zosia Swidlicka from London. A glossary provides information on the aspects discussed.
Ab 2016/17 finden Sie die Projekte, die ehemals im Jahresbericht zusammengefasst wurden, in digitaler Form auf der Webseite.
Mit dem Jahresbericht möchte die HfG Karlsruhe einer breiten Fachöffentlichkeit einen Einblick in die Aktivitäten und Entwicklungen der Hochschule bieten. Bei der Durchsicht der umfangreichen Bände kann man sich sowohl von der Dynamik der HfG, als auch von den Erfolgen der Hochschule überzeugen, die sich in einer eindrucksvollen Liste von Veranstaltungen, Ausstellungen, Preisen und Stipendien niederschlagen.
Die multimediale Installation “I used to think that I was made of Stone” verhandelt, wie Lücken und Ausschmückungen unsere Realitäten in der Gegenwart formen und welche Geschichten und Nacherzählungen sie produzieren. Dabei fragt es nach den Übersetzer*innen, die diese wortwörtlich über-setzen, weiter-tragen und fort-spinnen.
Beschreibung (en)
The multimedia installation “I used to think that I was made of Stone” negotiates how gaps and embellishments shape our realities in the present and what stories and retellings they produce. In doing so, it asks about the translators who literally translate, carry on and spin these stories.
"an invitation to an exhibition in a laundry" (eine Einladung zu einer Ausstellung in einer Wäscherei) fand in einer Wäscherei und einem Hinterhof in Karlsruhe statt, einem Raum, der bisher nur für private Zwecke genutzt wurde. Das 18-tägige Programm erzählt von der alltäglichen und handwerklichen Arbeit der Wäscher*innen und dem Stigma, dem sie ausgesetzt sind. Das Waschen der Wäsche wird zu einem Referenzraum, um sich mit der Schnittstelle von Care-Arbeit und Lohnarbeit auseinanderzusetzen.
Beschreibung (en)
"an invitation to an exhibition in a laundry" took place in a laundry room and backyard in Karlsruhe, a space that has only been used for private purposes. The program that lasted 18 days tells of common and manual work of washerwomen* and the stigma they are exposed to. Doing the laundry becomes a reference space to engage with the intersection of care work and wage labour.
Die Arbeit „Nichts, was uns passiert“ oder „Genügend Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage“ thematisiert den Umgang mit sexueller Gewalt in unserer Gesellschaft. Sie fragt, wie und vor allem ob wir durch unsere Sozialisierung gelernt haben über sexuelle Gewalt zu sprechen. Sie fragt nach dem Vermögen, uns diese Art von Gewalt in unserem eigenen Umfeld (Familie, Freundeskreis, Arbeitsgemeinschaft, u.a.) vorzustellen und danach, warum Erzählungen über sexuelle Gewalt meist in der Ferne, im Abstrakten verortet werden.
Beschreibung (en)
The work "Nichts, was uns passiert" (Nothing that happens to us) or "Genügend Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage" (sufficient reason to file a public complaint) addresses how we deal with sexual violence in our society. It asks how and, above all, whether we have learned to talk about sexual violence through our socialization. It asks about our ability to imagine this kind of violence in our own environment (family, circle of friends, work community, etc.) and why stories about sexual violence are usually located in the distance, in the abstract.